Ruine Ramburg

Die Ramburg wurde 1163 zum ersten Mal erwähnt. Die Burg wurde wohl als Reichsburg in Stauferzeit gegründet, in den späteren Jahrhunderten wird die Reichsunmittelbarkeit durch Neubelehnungen immer wieder deutlich. Das Geschlecht der Herren von Ramburg übte nachweislich ab dem 13. Jahrhundert das Amt der Schenken aus. Nicht, wie immer wieder vermutet, das Amt der Reichssschenken auf dem Trifels, sondern das der Schenken des Hochstifts Speyer auf der Kästenburg. Die Ritter von Ramberg könnten aus der speyerischen Ministerilaität erwachsen sein. Späterhin finden wir die als Träger einer Doppelministerialität, der des Reiches und des Bistums in Speyer. Die Ramburger, ein nicht unbedeutendes Geschlecht, konnten sich im späten Mittelalter behaupten, sie wurden Mitglied der Heilig-Geist-Gesellschaft, einem mächtigen Ritterbund. Aber auch sie kamen in den Bannkreis des mächtigsten Landesherren der Region, des Kurfürsten von der Pfalz in Heidelberg. 1358 erklärten sie die Ramburg als Kurpfalz offenes Haus, 1393 wurden sie Kurpfälzer Lehensnehmer. Mitglieder der Familie traten in kurpfälzische Dienste. Hanns von Ramburg, der letzte seines Geschlechts, lebte als Burghauptmann in Winzingen. 1519, ein Jahr vor seinem Tod, verkaufte er die Ramburg an die Herren von Dalberg, die Besitzer der Kropsburg. 1525 wurde die Burg im Bauernkrieg zerstört, 1540 an die Löwenstein-Scharfenecker verkauft. 1560 schlug ein Blitz ein und zerstörte die Burg ein weiteres Mal, Um 1580 begannen umfangreiche Baumaßnahmen auf der Burg, die aber 1592 erneut von einem Blitz getroffen wurde. Bis zur Wende ins 17. Jahrhundert hatte die Löwensteiner die Ramburg zu einer zweiten Wohnburg ausgebaut, die Verteidigungsanlagen aber ganz im Gegensatz zur Neuscharfeneck nicht verstärkt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg beschädigt, aber nicht zerstört. Nach dem Krieg wurde sie aber nicht mehr genutzt und verfiel. Ab dem 17. Jahrhundert nutzten sie die Bewohner Rambergs als Steinbruch.Oder wählen Sie über "Inhalte einfügen" interessante Module aus, die Sie an die gewünschte Stelle positionieren können. Vor allem in den 70er und 80er Jahren führten der Männergesangverein „Harmonie“ Ramberg nicht immer gelungene Renovierungsmaßnahmen durch.